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Ungebremster Ausbildungsstart 2020

Ungebremster Ausbildungsstart 2020

Die Auszubildenden des AH Leschitzki Pascal Wendel, Hanna Mrozinski, Dennis Lange, Niclas Bahls und Marvin Wittnebel (von links).

Mit der Zeit gehen – oder selber gehen?

Schillers abgewandelter Fingerzeig „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was bess’res findet“, gilt bekanntlich nicht nur in der Liebe und im Leben allgemein, sondern auch im Beruf. Da stehen Erwartungen, Erfahrungen und Enttäuschungen, Existenzverläufe und Wohnortwechsel – örtlich oder fernab – nicht selten dem Angebot freier Arbeits- bzw. Ausbildungsplätze gegenüber. Gleiches gilt eben auch für Schulabgänger. Ist aber der Berufsweg erst mal eingeschlagen, gehören nicht selten Mut und Kraft dazu, doch noch die Richtung zu ändern. Sprich: Entweder du gehst mit der Zeit, oder mit der Zeit gehst du. Das sollten jüngst, wenngleich aus unterschiedlichen Gründen, in Leschitzki‘s Werkstatt ein vielversprechend gestarteter Kfz-Mechatroniker sowie ein Lackierer-Azubi, geprägt von künstlerischen Ambitionen, nach kurzer Lehrzeit erfahren.

 Jennifer Trembacz (24), bekommt von ihrer Chefin, Madeleine Leschitzki, aus gutem Grund Blumen überreicht. Sie ist am Service-Counter den Kunden gut bekannt. Vor gut zwei Jahren ändert Jennifer  die Richtung ihres Berufsweges. Nach dem Schulabschluss verläuft ihre Ausbildung zur Steuerfachangestellten nicht so wie gedacht. Rückblickend sagt sie: „Hatte wenig Kontakt zu Menschen, zur Außenwelt überhaupt. Schließlich wollte und musste ich mich umorientieren.“ Jennifer bewirbt sich bei Madeleine Leschitzki um eine Lehrstelle. „Gleich seit Lehrbeginn war hier im Autohaus für mich die Arbeit im Servicebereich abwechslungsreicher, verantwortungsvoller, mitunter auch stressig, aber nie langweilig,“ so Jennifer. „Die Kundenbetreuung, Terminvergabe, Bereitstellung eines Leihwagens, Rechnungslegung und Abrechnung bereiten mir Freude, erfüllen mich.“ Und lächelnd fügt sie hinzu, „ich werde respektiert. Mein Berufsweg entwickelt sich besser als je erwartet. Ich bereue die Richtungsänderung nicht!“ Dieser Tage hat Jennifer ihre Lehre zur Kauffrau für Büromanagement, nachdem die Chefin ihr ein Jahr geschenkt hatte, erfolgreich abgeschlossen und – wurde im Autohaus Leschitzki übernommen.

 

 Pascal Wendel (23) lief bisher beruflich ebenfalls kleine Umwege. Zunächst absolviert er auf Usedom eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Anschließend schwenkt er um, geht für ein Jahr zur Bundeswehr. Kehrt danach wieder in den Verkauf zurück. Er sieht sich um, informiert sich im Jobcenter. Findet schließlich in einer geförderten Umschulung die Chance für eine neue berufliche Perspektive im Autohaus Leschitzki mit dem Ziel: Kaufmann für Büromanagement. Nun beginnt die Ausbildung für ihn zunächst im Lager, er muss Material und Ersatzteile einsortieren und für die Werkstatt zusammenstellen. „Eine Arbeit, die mir als gelernter Verkäufer nicht schwerfällt und auch Spaß macht“, versichert Pascal. Die nächsten Stationen heißen demnächst für ihn die Buchhaltung und der Service-Counter.

 

 

 Hanna Mrozinski (19) ist im Service-Bereich aktiv, Auszubildende im 3. Lehrjahr zur Kauffrau für Büromanagement. Rückblickend erzählt sie, wie sie sich mit rund 40 Briefen bei mittelständischen Firmen in Mecklenburg-Vorpommern bis hin nach Hamburg um eine Ausbildung bewarb. Unter den wenigen Antworten eine Einladung vom Autohaus Leschitzki zu einem Probetag. Daraus wurde eine Woche und – die Siebzehnjährige hielt einen Ausbildungsvertrag in den Händen. „Ich kam ja direkt von der Schule in einen Betrieb, hatte plötzlich ganz andere Tagesabläufe, andere Menschen um mich herum.“ Das war natürlich auch für Hanna gewöhnungsbedürftig. Doch die Aufgaben und das Arbeitsklima übertreffen ihre Erwartungen, wie sie heute feststellt. „Im Servicebereich macht mir die Arbeit am meisten Spaß, auch wenn’s mitunter ganz schön rund geht.“ Hanna resümiert, dass sie an der selbständigen, verantwortungsvollen Arbeit gewachsen sei. Dem Beruf möchte sie auch später treu bleiben. Aber, ob sie nach der Lehre in Greifswald bleibt, oder sich in der Welt umsieht, weiß Hanna heute noch nicht.

 

Kfz-Mechatroniker zählt bei Schulabgängern zweifelsfrei zu den Traumberufen. Gut für den, der ein Praktikum absolvieren kann, wobei manchem vielleicht klar wird, dass in der Werkstatt nicht nur platte Reifen gewechselt werden und anschließend entspannte Probefahrten übers Land stattfinden. Diagnose von Fehlfunktionen an modernen Fahrzeugen, Wartung und Reparatur, Aus-, Um- und Nachrüstungen sind heutzutage vielfältig und anspruchsvolle Arbeiten. Hinzu kommen die Anforderungen in der Berufsschule. Alles zusammen erfordert Stehvermögen, Lernwillen, Einordnen ins Team und unverminderte Lernfreude.

 Marvin Wittnebel (20), seit  2018 Auszubildender Kfz-Mechatroniker im Autohaus Leschitzki, schaut seinem gegenwärtigen Vorabeiter Christoph Medenwald gern über die Schulter. Er ist offensichtlich mit sich und der Welt zufrieden. „Die Arbeit ist gut, alles läuft bestens, habe schon viel gelernt und die Chemie mit meinen Kollegen stimmt!“  Sein unverändertes Ziel: „2022 die Lehre erfolgreich abzuschließen und weitermachen!“

 

 

 

 Niclas Bahls (19) hat die gleiche Haltung. Auch im 2. Lehrjahr mit klarem Ziel „ein sehr guter Kfz-Mechatroniker zu werden“. Die Arbeitsfreude bekam er sichtlich von zu Hause mit. Wie der Vater so der Sohn ist der doch ein gestandener Kfz-Schlosser. Musste sein Vorarbeiter Frank Masurowski, Kfz-Mechaniker mit großer Berufserfahrung, ihm anfangs öfter auf die Finger sehen, arbeitet er inzwischen nahezu selbstständig. Masurowski und der Serviceberater Ronny Weigler sind sich jedenfalls über Niclas einig: „Aus dem Jungen wird mal was!“ Und dass der nur Einsen in der Berufsschule schreibt, ist beiden lange bekannt.

 

 

 Dennis Lange (19) aus Zarnekow steht neben Kevin Sadewasser und ganz am Anfang der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Völlig unbeleckt, wie man so sagt, machte sich Dennis auch nicht auf den Weg: „Schon während der Schulzeit machte ich etliche Praktika, schnupperte die Luft in verschiedenen Autowerkstätten.“ Nach der Schule nutzt er „berufsbildende Maßnahmen und Praktika des Jobcenters, klappert schließlich die Autohäuser an der Greifswalder Automeile ab und – kann am 1. August bei Leschitzki seine Lehre antreten. „Die Arbeit hier ist doch klasse“, lacht er Kevin Sadewasser an. Und der ist nicht nur verständnisvoller Vorarbeiter, sondern ein versierter Kfz-Mechatroniker, dessen Berufsweg vor Jahren ebenfalls bei Leschitzki begann.

Schillers Fingerzeig bleibt also angesagt. Indes, ein erfolgreicher Berufsweg hängt in erster Linie von jedem selbst ab. Von der Arbeitsfreude, Flexibilität und dem Ehrgeiz, sich zum Ziel durchzuarbeiten, getreu dem Motto „Ohne Fleiß, kein Preis.“ Lehrstellenangebote in unserem Küstenland gibt’s, wie derzeit in den Medien verkündet, genügend.